Winterbilder 2010

22. Januar 2010

Auch im Winter ist das Haus am See in Schlaitz immer mal wieder eine Reise wert. Die Natur rund um den Muldestausee sieht im Schnee sehr schön aus und im Haus gibt es viel Interessentes rund um die einheimische Tier- und Pfanzenwelt zu sehen. Natürlich kann man sich am großen Plasmabildschirm auch über die Ereignisse im Fischadlerhorst aus den vergangenen Jahren informieren.

Foto Kunze

Foto Kunze

Foto Kunze

Foto Kunze

Fischadlerprojekt: Das Jahr 2009

03. Dezember 2009

Auch im Jahr 2009 konnte man sich wieder auf Romeo verlassen, was den Tag der Rückkehr zum Fischadlerhost am Muldestausee betraf. Am 25.03.2009 traf er am Horst ein und begann gleich wieder mit den Aufräumarbeiten und dem Ausarbeiten der Nistkuhle. In den nächsten Tagen begann das intensive Werben um ein Weibchen. Am 03.04.09 kommt  ein Weibchen und bleibt am Host. Beide verstehen sich auf Anhieb sehr gut. Die Mitarbeiter des “Haus am See” taufen das Weibchen auf den Namen Paula. Leider ist sie unberingt, so dass keiner sagen kann, woher das Weibchen stammt und wie alt sie ist. Diesmal scheint alles bestens zu klappen. Am 23.04.09 liegt das erste Ei im Host, am 26.04. das zweite und am 29.04. das dritte.  Paula lässt sich von Romeo nur selten  beim Brüten ablösen. Romeo verteidigt dafür den Horst und bringt ihr regelmäßig Fisch. Am Morgen des 05.05.09 kommt dann der Schock: es liegt nur noch ein Ei im Horst.  Ein Marder hat sie geholt. Da Vogeleier im Tierreich wahre Leckerbissen darstellen, scheut sich ein Marder nicht davor, den 30 m hohen Hochspannungsmast zu erklimmen und das Fischadlergelege zu plündern. Am 01.06.09 schlüpfte aus dem 3. Ei ein Küken. Das Junge wuchs und entwickelt sich von Tag zu Tag prächtig und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufzucht stieg. Am 12.06.09 konnte mit der Kamera eine spektakuläre Aufnahme gemacht werden, als der Marder in den Horst kletterte, sich das Junge schnappte und Paula vergeblich versuchte, ihn zu vertreiben.  Schade, dass es wieder nicht geklappt hat. Nun müssen wir auf das nächste Jahr hoffen. Dann soll auch ein Marderschutz angebracht werden. Die Aufnahme vom Marder und viele andere sehr schöne Aufnahmen kann man im “Haus am See Schlaitz” sehen.

Fischadlerprojekt: Das Jahr 2008

14. Oktober 2009

Im März 2008 warteten alle gespannt auf die Ankunft von Romeo. Am 28. 03.08 war es dann so weit. Romeo kehrte aus seinem afrikanischen Winterquartier zurück und begann sofort mit den Aufräumarbeiten im Horst.

In der Folgezeit kamen eine Reihe von Weibchen zum Horst, doch keine blieb bei Romeo. Am 16.04.09 kam dann das Weibchen FJ2, welches aus der Nähe von Ödernitz stammte (Fanny). Fanny blieb im Horst und es kam zu Kopulationen. Am 10.05.08 legte sie das erste Ei in den Horst und danach jeweils im Abstand von drei Tagen das zweite und das dritte Ei.

Die Hoffnung stieg, dass es dieses Jahr zur erfolgreichen Aufzucht kommen wird, doch am 27.05.08 waren die drei Eier verschwunden. Leider war es Nachts und es wurde  nicht mit der Kamera festgehalten. Somit wusste keiner genau,was passiert war. Zunächst vermuteten die Mitarbeiter vom Haus am See, dass es  Krähen waren, die sich in dieser Zeit häufig in der Nähe aufhielten.

Am 13. 06.08 wurde ein Marder beobachtet, der gegen 2.00 Uhr früh in den Horst kletterte und nach Nahrung suchte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er nicht zum ersten Mal im Horst war und der Eidieb ist.

Am 02.09.08 wird Romeo das letzte mal am Horst gesehen.  Danach beginnt seine Reise nach Afrika und es heißt abzuwarten, ob er im März wieder da ist und die Aufzucht gelingt.

Fischadlerprojekt: Das Jahr 2007

20. August 2009

Im zweiten Jahr der Fischadlerbeobachtung im Haus am See waren natürlich alle gespannt, ob Romeo und Mathilda wieder pünktlich aus Afrika zurückkommen und ob es diesmal mit der Brut klappt.

Am 28.03.08 traf dann als erstes Romeo ein. Zwei Tage später erschien Mathilda. Dann wurde es das erste Mal richtig interessant, denn ein anderes Fischadlerpärchen versuchte, den Horst zu erobern und die beiden zu verdrängen. Es gab spannende Aufnahmen vom Revierkampf, doch zum Glück setzten sich die beiden aus dem Vorjahr durch.  Nach dem auch die Paarung gut klappte, sollten eigentlich bald die ersten Eier im Horst liegen.

Romeo mit Fisch (Quelle Haus am See)

Romeo mit Fisch (Quelle Haus am See)

Leider kam es wieder anders als geplant, denn Mathilda war vom 18.04.07 an spurlos verschwunden.

Erst viel später erfuhren die Mitarbeiter vom Haus am See, dass Mathilda bei einem “Nebenbuhler” in der Nähe von Dessau geblieben ist und dort drei Junge großgezogen hat.

Romeo balzte nun ständig in der Hoffnung, dass sich doch noch ein Weibchen einfinden würde. Seine Rufe wurden am 25.04.07 erhört. Es landete ein noch ganz junges und unerfahrenes Weibchen, welches später den Namen Clara erhielt. Das Problem war, dass sie noch nicht geschlechtsreif war. Das Paar verstand sich auf Anhieb sehr gut und es wurden Superaufnahmen gemacht, z.B. als Romeo ihr den ersten Fisch brauchte und ihr beim Nestbau half.  Aber leider, leider klappt es halt auch im zweiten Jahr nicht mit der Aufzucht. Trotzdem gab es sehr viele interessante Szenen zu sehen. Am Ende des Sommers hatte Clara viel von Romeo gelernt und konnte oft die größeren Fische fangen als er.

Ende August (am 28.08. Romeo und am 31.08. Clara) machten sich beide auf in Richtung Westafrika. Nun hieß es wieder warten bis März, ob die nächste Saison dann hoffentlich erfolgreich verläuft. Darüber berichte ich im nächsten Artikel.

Fischadlerprojekt: Das Jahr 2006

24. Juli 2009

Im Jahr 2006 wurde das Geschehen im Fischadlerhorst am Muldestausee erstmalig mit der Livecam beobachtet. Im März warteten die Mitarbeiter und Besucher schon gespannt auf die Ankunft der Fischadler.

Am 27. März traf dann zuerst dass Männchen ein, welches die Mitarbeiter auf den Namen Romeo tauften. Am 30. März  kam das Weibchen Mathilda. Zunächst klappte alles wunderbar und es gab Superaufnahmen vom Nestbau und der Paarung. 3 Eier wurden am 17., 20. und  23. April 06 gelegt.

Am 25. , 26. und 29. Mai 06 schlüpften die drei Küken. Der Vater brachte regelmäßig Fisch und die Mutter kümmerte sich ums füttern.Bild Haus am See: Das 1. Junge

Die Küken wuchsen schnell und alle hofften, dass die Aufzucht erfolgreich verlaufen wird. Dann war aber am 21. Juni ein Küken verschwunden. Das Rätsel wurde gelöst, als die Kamera am 24.Juni aufnahm, wie ein Habicht das 2. Küken holte, eine sehr spektakuläre aber auch traurige Szene.

Zum Glück war das letzte Junge noch im Horst und mit jedem Tag wuchs es und die Hoffnung stieg, dass es Richtung Süden aufbrechen kann.  Am 1. Juli 2006 wurde es beringt.

Am 16. Juli unternahm das Fischadlerjunge die ersten Flugversuche. Dabei wurde der noch unerfahrene Vogel aber von einer Windböe erfasst und musste auf der Erde notlanden. Diese Situation wurde ihm zum Verhängnis, denn ein Fuchs nutzte die Gelegenheit und erbeutete ihn.

Leider hat es also im ersten Jahr der Livecam nicht geklappt mit der erfolgreichen Brutaufzucht. Mathilda hat die Brutstätte am 16. Juli 06 verlassen. Romeo hielt sich noch eine ganze Weile am Host auf und startete am 1. September  in das Winterquartier nach Westafrika.

Projekt Fischadler, Rückblick Teil 1

02. Juli 2009

Am Muldestausee und den angrenzenden Tagebaurestlöchern gibt es sehr viele Fischarten.  Es ist also ein idealer Lebensraum für den Fischadler.
Im Jahr 1995 hat sich ein Fischadlerpaar auf einem ehemaligen Hochspannungsmast  in dem Naturschutzgebiet “Tiefkippe Schlaitz” niedergelassen und es wurden dort bisher 27 Jungvögel aufgezogen. Im Jahr 2006 wurde eine Kamera an dem Mast angebracht, mittel der das Geschehen im Host direkt auf einem Großbildschirm ins “Haus am See Schlaitz” übertragen wird.

In diesem Blog habe ich bisher über die Ereignisse im Jahr 2009 berichtet. Nachdem das Küken vom Marder geholt wurde, sind Paula und Romeo allein im Host. Anfang September werden sie aufbrechen in Ihr Winterquartier in Westafrika. Wir sind gespannt, ob es im nächsten Jahr nun endlich zur erfolgreichen Aufzucht kommt.

In den nächsten Wochen werde ich davon berichten, was in den Jahren 2006 – 2008 alles passiert war.

Wieder kein Nachwuchs bei den Fischadlern

23. Juni 2009

Nachdem bereits zwei Eier des Fischadlerpaares Paula und Romeo vom Host am Muldestausee Beute des Marders geworden sind, wurde auch das 14 Tage alte Junge am 12. Juni in den Morgenstunden vom Marder erbeutet.

Die Aufnahme, als der Marder in den Horst kletterte, sich das Junge schnappte und Paula versuchte, ihn zu vertreiben, wurde mit der Kamera gefilmt und kann im “Haus am See” angesehen werden. Schade, dass es wieder nicht geklappt hat. Nun müssen wir auf das nächste Jahr hoffen.

Jürgen Kunze

Wo Eisen lebt und Fischadler brüten

17. Juni 2009

Es ist ein Kunst-Ort in vielfacher Hinsicht. Fünf metallene Ungetüme geben ihm den Namen – Ferropolis, Stadt aus Eisen. Auf einer Halbinsel im Gremminer See, auch einem »künstlichen«, zeugen riesige Bagger von der Geschichte der Region und von ihrer Zukunft. Seit 1958 veränderte die Erde hier zwischen Wittenberg und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt ihr Gesicht. Im Tagebau Golpa-Nord wurde Braunkohle abgebaut. 1989/90 kam der Zusammenbruch, der »wirtschaftliche und entwicklungsmäßige«, wie Thies Schröder von der Geschäftsführung der Ferropolis GmbH sagt.

Damit das Land, die Landschaft nicht in ewigen Schlaf sinkt, so nahe so vielen Welterbestätten – mit der Lutherstadt Wittenberg, dem Wörlitzer Park, der Bauhausstadt Dessau –, brauchte es außergewöhnliche Ideen. Sie wurden im Bauhaus Dessau geboren im Rahmen der Werkstatt »Industrielles Gartenreich«: Ferropolis, Freilichtmuseum der Bergbaugeschichte und Veranstaltungsort. Studenten vom Bauhaus Dessau begannen, die Ideen umzusetzen.

Fünf Bergbaugiganten – Eimerketten-, Schaufelradbagger und Absetzer, allesamt noch in der DDR gebaut, mit liebevollen Spitznamen wie »Mad Max« oder »Big Wheel« versehen, aufwendig saniert, zum Teil begehbar – bestimmen Fabelwesen gleich die Ebene. 1995 wird die Stadt aus Eisen gegründet. 2000 wird die 25 000 Menschen fassende Arena mit einem Konzert mit Mikis Theodorakis eröffnet. Das Tagebaurestloch ist inzwischen zum Gremminer See geflutet.

Wer alles hat hier inzwischen Zehntausende begeistert, Rock- und Popgruppen zumeist: die Puhdys, die Ärzte, die Toten Hosen, Grönemeyer, Maffay, Lindenberg. Auch die Klassik bietet hier bei Festivals eine beeindruckende Akustik. Höhepunkt der internationalen Anerkennung war 2006 die Aufnahme in die Europäische Route des Industriellen Erbes (ERIH). Ferropolis, eine künstliche Stadt, eine Stadt der Kunst.

Der Förderverein Ferropolis hat seinen Sitz im einstigen Kraftwerk, dem energetischen Herzen des Tagebaus, das auch für Ausstellungen genutzt wird. In einer anderen Betriebshalle bietet das Kulturcafé Orangerie Gutes für Leib und Geist. Beim Aufbau Ferropolis’ flossen gut zehn Millionen Euro aus der Bergbausanierungsförderung von EU, Bund und Land. Jetzt, so Thies Schröder, geht es ohne institutionelle Förderung.

Stadt aus Eisen, das klingt ein wenig starr. Doch die ganze Region, die Nachbarstadt Gräfenhainichen, die heimische Wirtschaft leben mit diesem Phänomen aus Geschichte und Zukunft. Sie profitieren ungemein vom Tourismus, ländlichen Wegebau, von Handel, Dienstleistungen, Übernachtungsangeboten. Thies Schröder hat den Aufbau eines Solarkraftwerkes, eine Tauchschule am Gremminer See im Blickfeld. Mit den Bauern wird das Land geteilt, mal Anbaufläche, mal Parkplätze. Die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft will die einstige Grubenbahn wieder für den Güterverkehr in Gang setzen. Alles in allem: »Alte Energie, neue Energie« ist das Thema

Fast jeden Tag kommen Leute aus der Umgebung oder von weiter her und wollen sehen, was aus dem geworden ist, wo einst so viele Bergleute Arbeit fanden. Sie sehen, auch Eisen lebt.

Wir hatten noch gar nicht angemerkt, dass Ferropolis am Naturpark Dübener Heide liegt. Und wenn die Besucher es nach der vielen Technik ein bisschen grüner haben wollen, fahren sie wenige Kilometer weiter nach Schlaitz, ganz nahe dem Chemiestandort Bitterfeld/Wolfen. Zum Haus am See, dem seit 15 Jahren bestehenden Informationszentrum für Umwelt und Naturschutz. Das liegt auch an einem Tagebaurestloch, am schönen Muldestausee. Mitte der 1970er Jahre schon wurde er geflutet. Danach blieb die Natur sich selbst überlassen. Mit ansteckender Begeisterung gibt Sabine Kunze, Leiterin des Hauses, anhand von Schaukästen Auskunft über 80 einheimische Tierarten, darüber, wie sich auch hier das Gesicht der Erde durch Bergbau und Rekultivierung verändert hat.

Das ganz Besondere aber ist: An den neu entstandenen Bitterfelder Seen brüten seit 1995 Fischadler. Zwei auf einem ausgemusterten Hochspannungsmast am Muldestausee angebrachte Weiden-Metall-Körbe bieten den vom Menschen weltweit beinahe ausgerotteten Greifvögeln Nisthilfen. Bis 2006 wurden dort 27 Jungadler aufgezogen. Seit dieser Zeit kann man das Leben der Fischadler direkt verfolgen. Eine Kamera überträgt es auf einen Großbildschirm ins Haus am See, zu Freude und Nutzen der Naturfreunde und Wissenschaftler. So wird das Leben von »Romeo« und »Mathilde« der Öffentlichkeit preisgegeben – die freudigen Ereignisse wie die Katastrophen, wenn etwa der Marder ein Junges aus dem Nest stiehlt oder fressgierige Krähen Jagd auf die Eier machen.

Das Haus am See mit seinen vielfältigen Angeboten wie Kreativwerkstatt und Ferienprogrammen, Ausstellungen und Exkursionen entlang des 17 Kilometer langen Naturlehrpfads ist ein Ankerpunkt im 75 000 Hektar großen Naturpark Dübener Heide. Er trägt wie alle anderen über 100 in Deutschland zur nachhaltigen Regionalentwicklung bei. »Stroh zu Gold« machen, umreißt Parkleiter Thomas Klepel die Aufgabe, neben dem Tourismus auch Produktion und Vermarktung regionaler Köstlichkeiten vom Bier über Käse bis zum Wild, neben Schulprojekten auch der Dorfkonsum für die Einheimischen.

Man muss etwas tun, sagten sich die Leute aus Sachsen-Anhalt. Und darum lebt eine Stadt aus Eisen und brütet der Fischadler am Tagebausee.

Quelle: Neues Deutschland 13.06.09

Küken von Fischadlern geschlüpft

03. Juni 2009

Am 01.06.09 um 6:29 Uhr war es endlich so weit: Das Küken des Fischadlerpaares Paula und Romeo ist geschlüpft.

1. Küken 09

1. Küken 09

Da die Geschehnisse auf dem Fischadlerhorst in der Tiefkippe Schlaitz  live im Haus am See in Schlaitz beobachtet werden können, nutzte ich die Chance, mir den Nachwuchs am Pfingstmontag anzusehen. Das Haus war an diesem Tag geöffnet und ich konnte am Nachmittag die Ereignisse im Horst mit Spannung verfolgen. Zunächst passierte lange nichts. Paula wärmte und behütete das Küken und schaute immer wieder nach, ob alles in Ordnung ist. Romeo war zum Fischfang unterwegs. Nach über zwei Stunden Wartezeit kam er dann endlich. Sofort übergab er den Fisch an Paula und sie aß selbst und versuchte zwischendurch, besondere Leckerbissen zu füttern. Die Mitarbeiter zoomten die Kamera ganz nah heran, so dass ich alles sehr schön sehen konnte.  Das Kleine riss den Schnabel immer ganz weit auf, aber Paula war zunächst nicht schnell genug, so dass es den Kopf nicht so lange halten konnte. Dann klappte es aber doch und das Kleine bekam seine ersten Fischhäppchen. Nach dem Füttern durfte Romeo den Rest vom Fisch essen, während Paula das Küken wieder wärmte. Zum Schluss kam dann noch eine niedliche Szene. Romeo wollte seinen Vaterpflichten nachgehen und versuchte, Paula wegzuschieben, um selbst auf das Kleine aufzupassen. Paula wich aber keinen Millimeter, schließlich ist sie ja die Mutter und somit hauptverantwortlich für das Kleine.

Ich kann nur jedem Naturinteressierten empfehlen, im Haus am See in Schlaitz mal vorbei zu schauen, um diese einmaligen Naturaufnahmen zu sehen. Das Haus am See ist Montag bis Freitag nach Vereinbarung geöffnet und an Sonn- und Feiertagen von April – Oktober 14-17 Uhr und von November – März 13-16 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Jürgen Kunze

Heidesonntag im HAUS AM SEE

28. Mai 2009

Am Heidesonntag, dem 7. Juni 2009, ist das HAUS AM SEE in Schlaitz von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet. An diesem Tag soll neben unserem live beobachteten Fischadlerpaar Romeo und Paula noch ein anderer Vogel im Mittelpunkt des Besucherinteresses stehen:

Der Eisvogel – Vogel des Jahres 2009.

Wegen seiner Schönheit und Farbenpracht auch gerne “fliegender Edelstein” genannt, benötigt der Eisvogel naturnahe Gewässer als Lebensraum, d.h. unverbaute Fluss- und Bachläufe sowie klare Seen.

Nur dort findet er seine Nahrung, vorwiegend kleine Fische, und natürliche Steilwände für die Anlage seiner Brutröhren.

Der Naturschutzbund (NABU) hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf diesen geschützten Vogel besonders aufmerksam zu machen. Deshalb wird Herr Manfred Richter von der NABU – Fachgruppe Ornithologie und Naturschutz Bitterfeld-Wolfen um 14.00 Uhr den Besuchern des HAUS AM SEE in einem Vortrag und anhand vieler schöner Naturaufnahmen Wissenswertes und Interessantes über den Eisvogel berichten.

Quelle: HAUS AM SEE