01. Juni 2010
Die Mitarbeiter und Besucher im Haus am See in Schlaitz haben schon seit Tagen dem Schlüpfen der Küken entgegengefiebert. Am Sonntag, dem 30.05.10, war es nun endlich so weit. Das erste Küken schlüpfte gegen 21.00 Uhr, nachdem ich schon Stunden vorher sehr schön beobachten konnte, wie es sich allmählich aus der Eierschale befreite. Am 31.05. schlüpfte dann auch das zweite Küken. Die Eltern kümmern sich liebevoll um die Jungen, damit sie die ersten Tage bei dem zur Zeit vorherrschenden “Sch…wetter” gut überstehen. Die sehr schönen Bilder von der Aufzucht der Jungen kann man im Haus am See montags – freitags nach Vereinbarung (034955/21490) und sonntags von 14.00 – bis 17.00 Uhr bestaunen.

2 Küken sind schon da (Fotos Haus am See)
Jürgen Kunze
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30. April 2010
Drei Eier liegen jetzt im Nest und werden gut bewacht. (FOTO: PRIVAT)
SCHLAITZ/MZ/LA. Ihr drittes und vermutlich letztes Ei hat die Fischadlerdame Paula am Mittwochmorgen, genau um 8.09 Uhr, gelegt. Partner Romeo löst sie in Fischadlermanier beim Brüten ab, obwohl das Weibchen dieses mehr weniger für sich beansprucht. “Sie schuppst Romeo manchmal regelrecht vom Gelege herunter”, verlautet es vom Haus am See in Schlaitz, der Stelle, wo alle Fäden zusammen laufen. Soll heißen, dass die Live-Kamera, die vor ein paar Jahren direkt neben dem Horst angebracht worden ist, rund um die Uhr Bilder ins Haus am See überträgt. Hier können die Besucher dann in aller Ruhe auf einem großen Bildschirm verfolgen, was in der guten Stube von Familie Fischadler passiert.
Theoretisch könnte zwar passieren, dass am Freitag ein viertes Ei im Nest liegt, denn Fischadler können bis zu vier Eier legen, doch es sei eher unwahrscheinlich, meint Sabine Kunze, die gemeinsam mit Susanne Grießbach das Informationszentrum für Umwelt und Naturschutz in Schlaitz leitet. Weshalb sie so genau wisse, dass morgen ein weiteres Ei im Nest liegen könnte, hänge damit zusammen, dass Fischadler ihre Eier in regelmäßigen Abständen legen – aller drei Tage.
Nun beginne die Brutzeit, die zwischen 35 und 41 Tage dauert. Anfang Juni könnte man dann das Schlüpfen der Küken miterleben, freut sich Sabine Kunze und gibt ihrer Hoffnung dahingehend Ausdruck, dass es in diesem Jahr endlich einmal gelingen werde, die Jungen auch aufzuziehen. Denn bis dato habe noch kein Junges überlebt. “Leider”, setzt sie bedauernd hinzu. Habichte haben die Jungen ebenso aus dem Nest geholt, wie im vergangenen Jahr ein Marder, der eins nach dem anderen holte. Gegen Angriffe aus der Luft könne man den Fischadlernachwuchs nicht schützen, betonte die Biologin. Aber der Marder werde künftig kein Glück mehr haben. Denn rund um den ausgedienten Strommasten, auf dem die Fischadler brüten, wurde eine gut zwei Meter hohe Metallwand errichtet – die auch kein noch so guter Kletterer überwinden kann.
(Quelle: http://www.mz-web.de)
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23. April 2010
Am 21.04.10 war es endlich so weit, das erste Ei lag im Horst. Nun sind alle gespannt, wie viel Eier Paula insgesamt legt. Nach 3 Tagen ist mit dem zweiten zu rechnen.
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20. April 2010
Im Fischadlerhorst am Muldestausee, welcher mittels der Livekamera im Haus am See in Schlaitz ständig beobachtet wird, liegt immer noch kein Ei. Die Mitarbeiter und Gäste warten schon sehnsüchtig, dass es endlich so weit ist. Seit 2006 kann man im Haus am See das Geschehen am Horst aktuell beobachten. Nach dem Eintreffen beider Fischadler dauerte es im Jahr 2006 20 Tage, im Jahr 2008 24 Tage und im Jahr 2009 18 Tage, bis das erste Ei da war. Im Jahr 2007 legte das junge Weibchen kein Ei. In diesem Jahr sind beide seit 25.03. am Horst. Das heißt also, dass schon 25 Tage vergangen sind. Mal sehen, ob es da in den nächsten Tagen was Positives zu berichten gibt.
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06. April 2010
Nachdem der Marderschutz am Horst angebracht und die Kamera wieder installiert war, warteten die Mitarbeiter des “Haus am See“ Schlaitz und viele interessierte Besucher gespannt auf die Ankunft der Fischadler. Am 26.03.10 gegen 13.00 Uhr landetet als erste Fanny, das Weibchen aus dem Jahr 2008, am Horst. Sie brachte einen sehr großen Hecht mit, den sie im Laufe der nächsten drei Stunden verspeiste.

Foto: Haus am See
Romeo erschien am gleichen Tag gegen 16.00 Uhr. Fanny dagegen, deren Eier im Jahr 2008 vermutlich Krähen und ein Marder gestohlen hatten, hielt sich nicht lange auf. Nach der “Mahlzeit” flog sie weiter, vermutlich zu ihrem Partner in der Goitzsche, mit dem sie im vergangenen Jahr brütete. Aber Romeo blieb nicht lange allein. Am 27.03.10 gegen 14.00 Uhr landete Paula, sein Weibchen aus dem vergangenen Jahr. Es war gleich wieder “Liebe auf den ersten Blick” mit Fischübergabe und mehreren Paarungsversuchen. Nun hoffen alle, dass es in diesem Jahr endlich eine erfolgreiche Aufzucht gibt und im Herbst außer den Eltern auch ein paar Jungtiere Richtung Süden fliegen werden. In ca. 14 Tagen ist mit dem ersten Ei zu rechnen.
(Artikel in der MZ Bitterfeld)

Foto: Thomas Ruttke, MZ Bitterfeld

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20. Februar 2010
Am Mitwoch, den 17.02.10, fand im “Haus am See in Schlaitz” eine Pressepräsentation statt. Neben der zweiten DVD, auf der die Ereignisse vom Fischadlerhost aus den Jahren 2006 – 2008 gezeigt werden wurde auch der neue Marderschutz vorgestellt. Eine drei Meter hohe Schutzwand aus Stahlplatten umkleidet jetzt das Gerüst, auf dem sich der Host befindet. Damit soll verhindert werden, dass wie in den letzten beiden Jahren ein Marder die Eier bzw. die Jungtiere holt.
Quelle MZ-WEB (FOTO: ANDRÉ KEHRER)
Link auf den Artikel in der MZ
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22. Januar 2010
Auch im Winter ist das Haus am See in Schlaitz immer mal wieder eine Reise wert. Die Natur rund um den Muldestausee sieht im Schnee sehr schön aus und im Haus gibt es viel Interessentes rund um die einheimische Tier- und Pfanzenwelt zu sehen. Natürlich kann man sich am großen Plasmabildschirm auch über die Ereignisse im Fischadlerhorst aus den vergangenen Jahren informieren.

Foto Kunze

Foto Kunze
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03. Dezember 2009
Auch im Jahr 2009 konnte man sich wieder auf Romeo verlassen, was den Tag der Rückkehr zum Fischadlerhost am Muldestausee betraf. Am 25.03.2009 traf er am Horst ein und begann gleich wieder mit den Aufräumarbeiten und dem Ausarbeiten der Nistkuhle. In den nächsten Tagen begann das intensive Werben um ein Weibchen. Am 03.04.09 kommt ein Weibchen und bleibt am Host. Beide verstehen sich auf Anhieb sehr gut. Die Mitarbeiter des “Haus am See” taufen das Weibchen auf den Namen Paula. Leider ist sie unberingt, so dass keiner sagen kann, woher das Weibchen stammt und wie alt sie ist. Diesmal scheint alles bestens zu klappen. Am 23.04.09 liegt das erste Ei im Host, am 26.04. das zweite und am 29.04. das dritte. Paula lässt sich von Romeo nur selten beim Brüten ablösen. Romeo verteidigt dafür den Horst und bringt ihr regelmäßig Fisch. Am Morgen des 05.05.09 kommt dann der Schock: es liegt nur noch ein Ei im Horst. Ein Marder hat sie geholt. Da Vogeleier im Tierreich wahre Leckerbissen darstellen, scheut sich ein Marder nicht davor, den 30 m hohen Hochspannungsmast zu erklimmen und das Fischadlergelege zu plündern. Am 01.06.09 schlüpfte aus dem 3. Ei ein Küken. Das Junge wuchs und entwickelt sich von Tag zu Tag prächtig und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufzucht stieg. Am 12.06.09 konnte mit der Kamera eine spektakuläre Aufnahme gemacht werden, als der Marder in den Horst kletterte, sich das Junge schnappte und Paula vergeblich versuchte, ihn zu vertreiben. Schade, dass es wieder nicht geklappt hat. Nun müssen wir auf das nächste Jahr hoffen. Dann soll auch ein Marderschutz angebracht werden. Die Aufnahme vom Marder und viele andere sehr schöne Aufnahmen kann man im “Haus am See Schlaitz” sehen.
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14. Oktober 2009
Im März 2008 warteten alle gespannt auf die Ankunft von Romeo. Am 28. 03.08 war es dann so weit. Romeo kehrte aus seinem afrikanischen Winterquartier zurück und begann sofort mit den Aufräumarbeiten im Horst.
In der Folgezeit kamen eine Reihe von Weibchen zum Horst, doch keine blieb bei Romeo. Am 16.04.09 kam dann das Weibchen FJ2, welches aus der Nähe von Ödernitz stammte (Fanny). Fanny blieb im Horst und es kam zu Kopulationen. Am 10.05.08 legte sie das erste Ei in den Horst und danach jeweils im Abstand von drei Tagen das zweite und das dritte Ei.
Die Hoffnung stieg, dass es dieses Jahr zur erfolgreichen Aufzucht kommen wird, doch am 27.05.08 waren die drei Eier verschwunden. Leider war es Nachts und es wurde nicht mit der Kamera festgehalten. Somit wusste keiner genau,was passiert war. Zunächst vermuteten die Mitarbeiter vom Haus am See, dass es Krähen waren, die sich in dieser Zeit häufig in der Nähe aufhielten.
Am 13. 06.08 wurde ein Marder beobachtet, der gegen 2.00 Uhr früh in den Horst kletterte und nach Nahrung suchte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er nicht zum ersten Mal im Horst war und der Eidieb ist.
Am 02.09.08 wird Romeo das letzte mal am Horst gesehen. Danach beginnt seine Reise nach Afrika und es heißt abzuwarten, ob er im März wieder da ist und die Aufzucht gelingt.
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20. August 2009
Im zweiten Jahr der Fischadlerbeobachtung im Haus am See waren natürlich alle gespannt, ob Romeo und Mathilda wieder pünktlich aus Afrika zurückkommen und ob es diesmal mit der Brut klappt.
Am 28.03.08 traf dann als erstes Romeo ein. Zwei Tage später erschien Mathilda. Dann wurde es das erste Mal richtig interessant, denn ein anderes Fischadlerpärchen versuchte, den Horst zu erobern und die beiden zu verdrängen. Es gab spannende Aufnahmen vom Revierkampf, doch zum Glück setzten sich die beiden aus dem Vorjahr durch. Nach dem auch die Paarung gut klappte, sollten eigentlich bald die ersten Eier im Horst liegen.

Romeo mit Fisch (Quelle Haus am See)
Leider kam es wieder anders als geplant, denn Mathilda war vom 18.04.07 an spurlos verschwunden.
Erst viel später erfuhren die Mitarbeiter vom Haus am See, dass Mathilda bei einem “Nebenbuhler” in der Nähe von Dessau geblieben ist und dort drei Junge großgezogen hat.
Romeo balzte nun ständig in der Hoffnung, dass sich doch noch ein Weibchen einfinden würde. Seine Rufe wurden am 25.04.07 erhört. Es landete ein noch ganz junges und unerfahrenes Weibchen, welches später den Namen Clara erhielt. Das Problem war, dass sie noch nicht geschlechtsreif war. Das Paar verstand sich auf Anhieb sehr gut und es wurden Superaufnahmen gemacht, z.B. als Romeo ihr den ersten Fisch brauchte und ihr beim Nestbau half. Aber leider, leider klappt es halt auch im zweiten Jahr nicht mit der Aufzucht. Trotzdem gab es sehr viele interessante Szenen zu sehen. Am Ende des Sommers hatte Clara viel von Romeo gelernt und konnte oft die größeren Fische fangen als er.
Ende August (am 28.08. Romeo und am 31.08. Clara) machten sich beide auf in Richtung Westafrika. Nun hieß es wieder warten bis März, ob die nächste Saison dann hoffentlich erfolgreich verläuft. Darüber berichte ich im nächsten Artikel.
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