Archiv für Mai 2009

Heidesonntag im HAUS AM SEE

Donnerstag, 28. Mai 2009

Am Heidesonntag, dem 7. Juni 2009, ist das HAUS AM SEE in Schlaitz von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet. An diesem Tag soll neben unserem live beobachteten Fischadlerpaar Romeo und Paula noch ein anderer Vogel im Mittelpunkt des Besucherinteresses stehen:

Der Eisvogel – Vogel des Jahres 2009.

Wegen seiner Schönheit und Farbenpracht auch gerne “fliegender Edelstein” genannt, benötigt der Eisvogel naturnahe Gewässer als Lebensraum, d.h. unverbaute Fluss- und Bachläufe sowie klare Seen.

Nur dort findet er seine Nahrung, vorwiegend kleine Fische, und natürliche Steilwände für die Anlage seiner Brutröhren.

Der Naturschutzbund (NABU) hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf diesen geschützten Vogel besonders aufmerksam zu machen. Deshalb wird Herr Manfred Richter von der NABU – Fachgruppe Ornithologie und Naturschutz Bitterfeld-Wolfen um 14.00 Uhr den Besuchern des HAUS AM SEE in einem Vortrag und anhand vieler schöner Naturaufnahmen Wissenswertes und Interessantes über den Eisvogel berichten.

Quelle: HAUS AM SEE

Ganz nah bei Romeo und seiner Frau

Dienstag, 26. Mai 2009

Fischadlerwochen: Naturpark Dübener Heide lädt bis 24. Mai in das Haus am See nach Schlaitz ein

VON ULF ROSTALSKY, 18.05.09, 18:24h, aktualisiert 18.05.09, 22:02h
Fischadlerwochen

Fischadlerwochen im Haus am See in Schlaitz. Sabine Kunze gibt auf dem großen Bildschirm einen Überblick über das Geschehen im Horst. (FOTO: THOMAS KLITZSCH)


SCHLAITZ/MZ. “Sie machen alles richtig.” Sabine Kunze, Leiterin des Hauses am See in Schlaitz, kann nichts finden, was dem Warten auf Nachwuchs beim Fischadlerpaar Romeo und Paula ein negatives Ende bereiten könnte. Pfingsten, meint die Biologin, müsste es soweit sein. Vorausgesetzt, das derzeit bebrütete Ei bleibt unbeschadet. Informationen rund um den Fischadler und das Liebesleben von Romeo und Paula sind nicht neu im Haus am See. Seit 2006 erlaubt eine Kamera den Blick in den Horst. Nach der Premiere im vergangenen Jahr ist die Einrichtung
des Landkreises derzeit einmal mehr dabei, Wissenswertes über die großen Vögel noch komprimierter zu servieren. “Wir machen mit bei den Wildtier-Erlebniswochen des Naturparks Dübener Heide”, bestätigt Sabine Kunze und sieht das Haus am See gewissermaßen als Dreh- und Angelpunkt für die Touren, die interessierte Zeitgenossen wenigstens ein paar Stunden ganz nah zu Romeo und seiner Frau bringen sollen.
Nah sei dabei sicher relativ zu betrachten, meint Naturpark-Führer Michael Bier, der im Wechsel mit seiner Kollegin Birgit Rabe noch in der ganzen nächsten Woche geführte Touren anbieten wird. Denn zu sehen seien die Fischadler mit Sicherheit am besten im Haus am See. Aber sein Revier kennen lernen, seinen Lebensraum in Augenschein nehmen: das funktioniere zu Fuß sehr gut.
Die von ihm ersonnene Drei-Stunden-Tour führt in Richtung Tiefkippe Schlaitz und Fischadler-Beobachtungsstand, sie streift auch das Stausee-Ufer. “Natur pur”, finden Gabriele Wenzel und Albert Stahl. Das Paar aus dem Oldenburgischen macht derzeit Urlaub in der Dübener Heide und nutzt gern das Angebot, mit Ortskundigen auf Tour zu gehen. Nicht, dass er als Forstbeamter keine Ahnung von Natur habe, geht Stahl gegen mögliche Vorurteile an. Doch Ortskenntnis helfe, vieles noch besser wahrnehmen zu können. Von Michael Bier erwartete er gewissermaßen die grobe Marschrichtung. “Es wird ganz sicher schön werden”, gaben sich die Gäste zuversichtlich.
Fischadlers Liebesleben ist ohne Zweifel das Maß der Dinge in Schlaitz. Deshalb auch die Fischadlerwochen. Aber sich allein auf Informationen rund um den beeindruckenden Vogel mit seiner ausgeprägten Vorliebe für im Stausee lebende Goldfische zu beschränken, ist Naturpark-Führer Biers Sache nicht. “Gleich in der Nähe brütet ein Schwanenpaar”, fordert er seine Begleiter zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Ein schneller Blick, schon geht die Tour weiter. Jetzt steht der Biber im Mittelpunkt. Ein ganzes Stück Land hat der nach seinen Vorstellungen gestaltet. Da gibt es nicht nur den Biberdamm. Da sind auch zahlreiche vom Nager bearbeitete Bäume zu sehen. “Und beim genauen Betrachten auch seine Rutschbahnen zum See hinunter.” Michael Bier ist in seinem Element und versteht es, Freude an der Natur zu vermitteln. Auf dem Fischadler-Beobachtungsstand ist ein gutes Auge gefragt. Und ein Fernglas. Der Horst von Romeo und Paula kommt damit deutlich näher. Es wird gebrütet.
Quelle: www.mz-web.de vom 18.05.09

Zwei Eier im Horst verschwunden

Samstag, 09. Mai 2009
Die Mitarbeiter vom Informationszentrum für Umwelt und Naturschutz “Haus am See” in Schlaitz mussten leider am vergangenen Dienstag feststellen, dass nur noch ein Ei im Fischadlerhorst bebrütet wird. In den frühen Morgenstunden des 5. Mai, noch in der Dunkelheit, verschwanden 2 Eier aus dem Horst. Vogeleier stellen im Tierreich wahre Leckerbissen dar. Deshalb scheut sich ein Marder nicht davor, den 30m hohen Hochspannungsmast zu erklimmen und das Fischadlergelege zu plündern. Nur die Schalen der ausgefressenen Eier blieben am Boden zurück.
Die Mitarbeiter vom Haus am See  hoffen nun sehr, dass es dem Fischadlerpaar gelingt, das verbliebene letzte Ei zu beschützen und erfolgreich auszubrüten.

Vom Zaunkönig bis zum Elefanten

Montag, 04. Mai 2009

Ob man die Fische aus dem Muldestausee essen kann, wohin der Fischadler ins Winterquartier fliegt oder wie es 2002 zum Hochwasser gekommen ist – für die Mitarbeiter des Hauses am See in Schlaitz gibt es kaum eine Frage, zu der sie nicht eine interessante Geschichte, ein Video, eine Anschauungstafel oder ein Präparat in petto haben. In der Umweltbildungseinrichtung am Muldestausee ist auch eine Sammlung von mehr als 70 einheimischen Tieren, vom Seeadler bis zum winzigen Zaunkönig, vom Biber bis zum Rehkitz, zu sehen.

“Dabei kam immer wieder die Frage, wie ein solches Präparat angefertigt wird”, berichtet Susanne Grießbach. Und so haben die Mitarbeiter, die Sonntag das 15-jährige Bestehen des Hauses gefeiert haben, den Tierpräparator Wolfgang Friedrich aus Gollmenz, einem kleinen Ort an der B 2 zwischen Leipzig und Bad Düben, eingeladen. Am Beispiel eines Igels und eines Fasans, die überfahren worden sind, zeigt er den Besuchern, wie aus einer haltbar gemachten “Hülle” ein echt aussehendes Tier entsteht. “Zuerst wird eine Totenmaske von dem Tier genommen, danach ein Rohling aus Lindenholz sowie ein Grundkörper aus Holzwolle mit Spezialleim kaschiert”, erklärt der 59-jährige Inhaber eines “Ateliers für zoologische Fachpräparationen”, zu dessen Kunden Jäger, Angler, Museen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen gehören.

Ob er auch sehr private Wünsche wie etwa Omas Mieze erfülle, will eine Besucherin wissen. “Ungern”, sagt Friedrich, davon halte er nichts und versuche es deshalb, den Leuten auszureden. Viel bestaunt werden seine Fotos von einem Einsatz in Südafrika, wo er mit einem guten Dutzend Helfern einen Elefanten präpariert hat. Zu seinem Beruf, zu dem handwerkliche wie künstlerische Fähigkeiten und anatomische Kenntnisse gehören, ist Friedrich durch einen Bekannten gekommen. Nach einem dreijährigen Praktikum und dem Fachschul-Abschluss an der Uni Jena war er 15 Jahre Produktionsleiter im VEB Biologische Lehrmittel Leipzig, bis er sich im 1989 selbstständig gemacht hat.

Die Tiere, die er Sonntag präpariert hat, ergänzen nun die Ausstellung im Haus am See. “Igel und Fasan fehlten uns noch”, freut sich Sabine Kunze, der viele Glückwünsche zum 15-jährigen Bestehen überbracht wurden. Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Kloppe war gekommen, um eine Dankeschön dafür zu sagen, dass besonders die Fischadler-Kamera “die Gemeinde Schlaitz weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht hat”.

(Quelle: http://www.mz-web.de vom 04.05.09)

15. Geburtstag des Haus am See`s in Schlaitz

Samstag, 02. Mai 2009

Am 3. Mai begrüßt das Haus am See in Schlaitz von 11.00 – 17.00 Uhr seine Besucher zu einem “Tag der offenen Tür”. Anlass ist der 15. Geburtstag des Hauses.

An dem Tag können wieder die Fischadler Paula und Romeo  beim Brüten ihrer inzwischen 3 Eier beobachtet werden. Die Tiere wechseln sich dabei ab und werden live von einer Kamera auf ihrem Horst gefilmt.

Daneben gibt es viel Spannendes rund um die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu sehen und der  Tierpräparator Wolfgang Friedrich aus Gollmenz berichtet von seiner Arbeit, erklärt die einzelen Arbeitsschritte und wird zwei Tiere präparieren.